Der Kauf von Palm muss sich für Hewlett Packard (HP) natürlich auch rechnen. Damit dies vorangetrieben wird, geht HP einen strikten Weg. In einem Interview mit der Financial Times hat Jon Rubenstein, ehemaliger Palm-CEO und nun HP Senior Vice President erklärt, wie die Zukunft bei HP aussehen wird.
Fakt ist: HP hat alle Android-Projekte eingestampft und wird sich auf kein anderes Betriebssystem konzentrieren, außer WebOS. Ein ganz logischer Schritt, denn der Kauf von Palm hat sich weitestgehend auf das WebOS Betriebssystem gestützt.
Das Potenzial muss voll ausgeschöpft werden, weshalb in Zukunft HP Smartphones mit WebOS arbeiten werden. Mit diesem recht aggressiven Kurs wird man sich gegen Android, Windows und sonstige Betriebssysteme stemmen. Zumindest bei den Smartphones scheint die Marschrichtung klar vorgegeben zu sein. Dabei handelt es sich nicht mehr nur im eine Idee, denn HP-Manager Todd Bradley hat ein entsprechendes Papier bereits unterzeichnet. Zu diesem Plan gehört auch die Veröffentlichung eines Tablet PCs, welches wir unter dem Namen PalmPad kennen. Auch hier wird WebOS als Betriebssystem genutzt.
In den Augen von HP wird bis zum Jahr 2013, der relevante Markt zu 45 Prozent aus Geräten bestehen, die mit herkömmlichen Computern nichts mehr zu tun haben. Smartphones und Tablet PCs sind solche Geräte und vereinfachen uns den Alltag oftmals. In Zukunft wird das Handy ein fester Bestandteil sein und zur Steuerung vieler Geräte dienen. HP hat zum Beispiel mit dem HP Zeen C510 einen Drucker in Verbindung mit einem Tablet PC vorgestellt. Der 7-Zoll-Tablet sollte mit Google Android arbeiten, was nun vielleicht nicht mehr so sein wird. Das Unternehmen Hewlett Packard, groß geworden durch seine Drucker, befindet sich in einer kritischen Lage, was auch von Außenstehenden beobachtet wurde.
Marktexperten haben bereits im Sommer Alarm geschlagen und scharfe Kritik an HP geübt, da diese weiterhin mit Android und Windows arbeiten wollten, obwohl der Deal mit Palm praktisch besiegelt war. Nun hat man sich den kritischen Stimmen gebeugt und geht eine klare Linie. Das sind für Microsoft sehr schlechte Nachrichten, da HP der größte Partner von der Softwareschmiede ist. Wir glauben aber nicht an einen totalen Stillstand in Bezug auf Android und Windows. Besser ist es aber, wenn man erst einmal sein eigenes Betriebssystem etabliert, bevor man mit anderen Softwares arbeitet.
via pressetext


















