Der Microsoft-Manager Stephen Elop (links auf dem Foto), wird in Zukunft nicht mehr für die Softwareschmiede arbeiten, sondern für die Finnen rund um Nokia. Der “Branchenprimus” durchlebt momentan schwere Zeiten, weil man sich auf seinem Erfolg ausgeruht hat. Im Smartphone-Sektor hat Nokia so einiges verpennt und versucht nun, wieder Fuß zu fassen.
Stephen Elop wird Vorstandschef Olli-Pekka Kallasvuo ersetzen und seine Aufgaben übernehmen. Kallasvuo verliert dadurch aber nicht ganz seinen Job, denn er soll für Nokia Siemens Networks als keine Führungsposition erhalten bleiben.
Viele Fragen sich, was sich Nokia dabei gedacht hat. Microsoft ist zwar ein weltweit bekanntes und etabliertes Unternehmen, im Smartphone-Bereich konnte man aber bislang nicht wirklich einsteigen. Dabei hat Microsoft alles, was dafür notwendig ist. Eigene Geräte und ein eigenes Betriebssystem sind eine gute Basis – es klappt aber einfach nicht. Warum also, holt sich Nokia Stephen Elop ins Boot, der von einem Unternehmen kommt, das praktisch mit denselben Problemen wie Nokia zu kämpfen hat?
Nokia verliert seit Jahren kontinuierlich Marktanteile und tut dagegen nur langsam etwas. Praktisch erst im Früjahr 2010 hat Kallasvuo reagiert und eine eigene Smartphone-Abteilung ins Leben gerufen. Zudem musste der bisherige Chef der Nokia Handy-Sparte seinen Platz räumen. Mit Elop will Nokia den Abstand zu seinen Konkurrenten verringern. Es ist fraglich, was Elop bei Nokia bewirken kann. Für den Erfolg eines Unternehmens ist nicht nur eine Person zuständig, aber nur eine Person trägt die Verantwortung. Mit MeeGo als Betriebssystem schafft sich Nokia eine gute und bessere Basis, als es Symbian gewesen ist.
Der amtierende Vorstandchef Olli-Pekka Kallasvuo muss seinen Platz am 21. September räumen und kassiert dafür eine Abfindung in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Dazu bekommt er auch noch eine Entschädigung, da er im Jahr 2007 100.000 limitierte Nokia-Aktien zugesprochen bekommen hat. Die Krise im Hause Nokia ist noch nicht überwunden, aber die ersten Schritte sind getan.
via techfieber / inside-handy



















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