Ende April ist die Apple iOS App “Onavo” im iTunes Store erschienen. Diese App ist zur Zeit in aller Munde und verspricht den mobilen Datenverbrauch um bis zu 80 Prozent zu reduzieren. Leider sind mobile Internetflatrates mit einem Datenvolumen ausgestattet.
Wenn dieses aufgebraucht ist, dann ist Schneckentempo angesagt. Das könnte die Onavo-App verhindern. Aktuell kann die App kostenlos heruntergeladen werden. Das ist aber nur ein zeitlich begrenztes Angebot, denn später sollen Gebühren anfallen.
Die Onavo-App setzt auf eine Technik, die viele andere App-Hersteller auch nutzen. Genau genommen werden alle Daten erst einmal über den Onavo-Server gejagt, um anschließend stark komprimiert beim Nutzer wieder auf dem Bildschirm zu erscheinen. Von diesem Prozess merkt man nichts, zumindest solange nicht, bis die Onavo-Server an ihre Limits kommen. Die Onavo-App führt eine genaue Statistik über den Datenverbrauch und stellt auch grafisch dar, welche Art von App oder Funktion wie viel Megabyte verbraucht hat. Praktischerweise wird auch angezeigt, wie viele MegaBytes bislang gespart werden konnten.
Die Besonderheit der Onavo-App ist, dass diese nicht nur in Verbindung mit dem Internetbrowser funktioniert. Auch Apps werden unterstützt, ausgenommen Streaming- und VoIP-Dienste wie YouTube oder Skype. Der Dienst der Onavo-App steht im Moment kostenlos zur Verfügung. Für die Nutzung muss lediglich ein Benutzerkonto erstellt, worauf eine spezielle Konfigurationsdatei auf dem Smartphone abgelegt wird. Die Server dienen nicht nur dazu, den ankommenden Traffic zu komprimieren. Die Hersteller sammeln auch Daten, darunter die IP-Adresse sowie alle Statistiken.
Gerade weil zuletzt großer Wirbel um das Datensammeln von Benutzerdaten aufgekommen ist, betont der Hersteller, dass keine Nachrichten, Formulare oder verschlüsselte Inhalte gespeichert werden. Die Daten werden natürlich auch nicht an Dritte weitergegeben.
Besonders sinnvoll ist die Onavo-App im Ausland. Dort fallen hohe Roaming-Gebühren beim surfen im Internet an, die sich dank der App deutlich verringern lassen. Weil die Onavo-App aktuell kostenlos ist, kann sie jeder einfach ausprobieren. Wie erwähnt, soll langfristig ein Abo-Modell eingeführt werden. Voraussichtlich um die steigenden Serverkosten in Zukunft finanzieren zu können.
via macnews



















