Der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) ist in Indien mit rund 400.000 Blackberry Nutzern, der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt. Diese nicht unerhebliche Summe an verkauften Blackberry-Smartphones hat nun aber die Sicherheitsbehörde auf den Plan gerufen.
Diese befürchten nämlich Terroranschläge, die durch E-Mail-Missbrauch von Blackberry-Smartphones durchgeführt werden könnten. Deshalb droht dem Blackberry nun eine Sperre in Indien, aber nur dann, wenn RIM den Forderungen des Geheimdienstes nicht nachkommt.
Bis Mitte August hat RIM Zeit, den Behörden die E-Mail-Überwachung der Blackberry-Smartphones zugänglich zu machen. Weiter fordern die Behörden Zugriff auf verschlüsselte Daten. Zu diesem Zweck sollen die Kanadier rund um RIM alle Daten der Blackberry Nutzer in Indien übermitteln. Sollte dies nicht geschehen, kann es eben passieren, dass Blackberry-Smarrphones in Indien verboten werden.
Da RIM nicht wenige Kunden in Indien besitzt, würde eine Sperre keinen unerheblichen Schaden anrichten. Viele gehen davon aus, dass das Unternehmen seine Stellung in Indien deshalb nicht so leicht aufs Spiel setzen wird. Denn bereits vor zwei Jahren hatte die indische Regierung RIM aufgefordert, die E-Mail-Überwachung zu ermöglichen. Scheinbar sind die Forderungen aber noch nicht ganz erfüllt, sodass dieses Thema erneut aufkommt.

Doch die Zeit für RIM wird langsam knapp. Bis Mitte August ist nicht mehr viel Zeit und nicht wenige Daten müssten übermittelt werden. Fraglich ist auch, ob dies in dieser Art und Weise geschieht. RIM ist nicht dafür bekannt, leichtfertig mit Kundendaten umzugehen. Doch die wachsende Bedrohung durch Terroristen und immer neue Regeln, lassen nur noch wenig Spielraum für Alternativen.
Noch behaupten Blackberry-Smartphones ganz klar den Markt. Lange Zeit hat sich RIM auf seinem “Thron” ausruhen können und hat vielleicht damit etwas verpasst. Apple ist mit dem Apple iPhone nämlich schnell unterwegs und gewinnt zunehmend Marktanteile, während RIM aktuell damit beschäftigt ist, die Blackberry-Smartphones auch für den Endkunden attraktiv zu gestalten.
via inside-handy



















[...] auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien ziehen eine solche Sperre oder ein gänzliches Verbot des Blackberrys in Betracht. Die Regierungen fordern RIM auf, sämtliche Nutzerdaten der Kunden in den Ländern freizugeben. [...]