Weltweit verkaufen sich Smartphones wie geschnitten Brot und vereinfachen uns den Alltag vielfach. Vor allem weil sich Smartphones durch Apps individualisieren lassen, sind sie so begehrt. Apps gibt es für die unterschiedlichsten Zwecke. Der Smartphone-Boom wird aber von einer Smartphone-Abzocke überschattet, gegen die sich deutsche Netzbetreiber nun wehren wollen.
Für Smartphones gibt es Tausende Apps, die zum Teil kostenlos sind und sich durch Werbung finanzieren. Andere Apps müssen dagegen bezahlt werden, was kein Nachteil sein muss. Die App kann oftmals direkt über die Mobilfunkrechnung bezahlt werden, worin auch das Problem besteht.
Damit der App-Anbieter das Geld über den Netzbetreiber erhält, muss er gewisse Daten vorweisen. Genau genommen wird beim Kauf der App die MSISDN-Nummer, die IMEI-Nummer des Smartphones sowie die SIM-Kartennummer übermittelt. Mit diesen Daten geht der App-Anbieter zum Mobilfunkbetreiber und fordert die Summe für die App ein, die wiederum auf der Mobilfunkrechnung ersichtlich ist. Der Mobilfunkanbieter erstattet also das Geld dem App-Anbieter und fordert es von Ihnen ein. Mit diesen Daten kann man aber ganz einfach Unfug anfangen, wie moderne Smartphone-Abzocker zeigen.
So werden die Daten einfach mit App-Einkäufen belastet, die überhaupt nicht stattgefunden haben. Natürlich lässt sich das Geld wieder zurückholen, aber das ist mit viel Arbeit und Kosten für alle verbunden. Das eigentliche Problem besteht darin, dass der Mobilfunkanbieter nicht prüfen kann, ob die App wirklich vom Smartphone-Besitzer gekauft wurde. Doch dafür wird an einer Lösung gearbeitet, die ähnlich wie das TAN-Verfahren im Online-Banking funktioniert.
Zunächst soll eine zentrale Datenbank erstellt werden, in der alle Anbieter von kostenpflichtigen Inhalten aufgelistet werden. Dazu kommen natürlich noch die jeweiligen Konditionen. Der Kunde bekommt vor dem Kauf ein Info-Fenster eingeblendet, in dem nochmals alle relevanten Infos eingeblendet sind. Vergleichen kann man das mit dem Akzeptieren von den AGBs, beispielsweise beim Online-Vertragsabschluss. Erst danach findet der eigentliche Kauf statt, muss aber noch verifiziert werden. Das geschieht anhand einer TAN-Nummer, die auf das Smartphone gesendet wird. Damit hat man einen sicheren Zahlungsvorgang und der Netzbetreiber kann feststellen, ob wirklich die App gekauft wurde.
Der App-Einkauf wird so zwar verlängert, aber dafür sicherer gemacht. Ohnehin kann man nicht in jedem App-Store über die Mobilfunkrechnung zahlen. Vorsichtig sein sollten Sie dennoch.
via dpa / pcgameshardware


















