Heute gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht in Bezug auf den beliebten VLC-Player zu verkünden. Bereits im November haben wir darüber berichtet, dass der VLC Player vom französischen Unternehmen Applidium bald aus dem Apple App Store verschwinden wird. Der Grund dafür ist, dass die Richtlinien von Apple nicht konform mit dem Richtlinien des VLC-Players sind.
Der VLC-Player basiert auf einem “Open-Source“-Quellcode, an dem jeder arbeiten kann. Es gibt also keine Einschränkungen im Bezug auf die Weitergabe an Dritte, was in der Regel untersagt ist. Bei einem Open-Source-Programm ist das aber eben nicht so und nur deshalb ist der VLC auch so beliebt geworden, wie er heute ist.
Wer seine Software im Apple App Store anbieten will, muss sich aber auch den Richtlinien von Apple beugen. Die besagen nämlich, dass die Software nicht weitergegeben oder vervielfältigt werden darf. Die VLC-App für das Apple iOS Betriebssystem verstößt also gegen die General Public License (GNU), die genau das Gegenteil von Apples Richtlinie erlaubt. Als dies bekannt wurde, hat sich Chef-Entwickler Denis-Courmont in einer Beschwerde an Apple gerichtet. Mit wenig Erfolg, wie wir heute feststellen müssen. Aber er ist der Meinung, dass nicht seine Beschwerde zum verschwinden der App geführt hat, sondern weil Apple keine Open-Source-Software anbieten will. Eine Benachrichtigung oder ein Statement von Apple haben die Franzosen des VLC-Players nicht bekommen.
Von dieser schlechten Nachricht kommen wir nun zu einem erfreulicheren Thema. Der VLC-Player wird nämlich schon seit Langem für das Google Android Betriebssystem optimiert. Dieser Prozess ist fast abgeschlossen und in wenigen Wochen dürfte der VLC-Player für Android dann verfügbar sein. Damit können dann enorm viele Audio- und Videoformate abgespielt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass der VLC-Player im Google Marketplace nicht auch wieder gegen die GNU verstößt. Vermutlich trifft das aber nicht zu, denn nach dem Vorfall mit Apple werden die Entwickler sicherlich ganz genau hinsehen, was etwaige Richtlinien angeht.
via gigaom / planet.videolan


















